Gottesdienst mit Taufen
und den Konfirmanden/innen

in Gönningen

am 22.9.2002

um 9.30 Uhr

Thema Taufe / Mk 1,16-18

Gospelchor (1)

Gruß

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus

und die Liebe Gottes

und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes

sei mit euch allen!

gesungenes Amen.

Begrüßung

Dialog und Erzählung zu Mk 1,9-11

BEHREND

Es war so etwas wie sein Geburtstag,

so habe ich es am Mittwoch-Nachmittag unseren Konfis erzählt.

Es war so etwas wie sein Geburtstag –

damals, als Jesus aus Galiläa hinab an den Jordan ging.

Johannes – später bekam er den Beinamen: der Täufer – war dort;

er rief die Menschen zu Gott und taufte:

als Zeichen dafür, daß alles, was zwischen Gott und Mensch steht, abgewaschen wird.

Und jetzt kam Jesus zu ihm,

ließ sich in die Fluten hinabtauchen

und erstand wieder daraus auf.

Und der Himmel tat sich auf –

und Gott sprach:

LARS

"Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen."

BEHREND

"Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen." –

klingt ein bißchen altmodisch, ich geb’s zu.

Vielleicht würde es Gott etwas anders ausdrücken –

zumindest, wenn da Konfirmandinnen und Konfirmanden dabei stünden:

SARA ODER SABRINA

"Hey, du,

ab jetzt sprech ich dich mit ‚Sohn‘ an –

wir gehören ab jetzt zusammen –

very close –

Ich find’s echt krass, daß es dich gibt –

keep cool –

ich schenk dir meine Power –

und selbst, wenn du drunter kommst, wird das nicht das Ende sein!"

BEHREND

Was Jesus damals passierte, als Gott mit ihm sprach,

das passiert uns auch heute, wenn wir taufen und wenn wir uns an unsere eigene Taufe erinnern.

Begrüßung Konfis – "Mobile"

Ich grüße euch, die Konfis03, herzlich an diesem Morgen!

An unserem 7. Konfis-Nachmittag am Mittwoch haben wir uns über die Taufe unterhalten.

Eure Namen habt Ihr auf Wassertropfen geschrieben und einander einen Bibelvers herausgesucht.

Hier über dem Taufstein haben sie eure Konfis-Begleiter als Mobile aufgehängt.

Vorstellung von Täuflingen, Eltern und Paten:

Auf einem der Tropfen steht für heute Morgen auch der Name Michael Herrmann.

Wir freuen uns, liebes Ehepaar Herrmann, daß wir mit Ihnen und Ihren Familien die Taufe Ihres Sohnes feiern dürfen.

Herzlichen Dank den Paten, Karin Spohn und Rainer Noppel, daß Sie das Patenamt für Michael übernehmen.

die Lieder …

… für diesen Gottesdienst haben alle unsere Konfis herausgesucht.

Wir singen an diesem letzten Sommertag heute "Geh aus, mein Herz"

Eingangslied EG 503,1.8.13 "Geh aus, mein Herz"

Psalm 23 = EG

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße

um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

"Ehr sei dem Vater"

Gebet

Vater im Himmel,

als deine Söhne und Töchter lädst du uns heute Morgen ein:

auf dich zu hören,

zu dir zu sprechen,

auf deinen Namen zu taufen,

dich zu bekennen.

Wir wollen es spüren, daß du uns nahe bist und Kraft gibst und den Weg weist durchs Leben!

Führe uns zum frischen Wasser, das Leben schenkt!

In der Stille beten wir zu dir!

Stilles Gebet

Abschlußvotum:

Du, Gott,

erquickst meine Seele.

du führst mich auf rechter Straße!

Amen

Taufansprache über H. Grönemeyer: "zum Meer"

Es sei so etwas gewesen wie sein Geburtstag:

im Markus-Evangelium erfahren wir nichts über seinen bisherigen Lebensweg –

jetzt, mit seiner Taufe, beginnt die Geschichte, beginnt dieser Lebenslauf erst richtig.

Das war Jesu wahrer Geburtstag:

der Tag, als er getauft wurde,

sich der Himmel über ihm auftat –

und Gott zu ihm sprach.

Liebe Gemeinde,

an Herbert Grönemeyer kommt im Moment keiner vorbei.

Nein, ich spiele nicht auf "Mensch" und den Eisbären an.

Ich bin auf seiner neuen CD auf ein anderes Lied gestoßen, daß ich als Tauflied höre.

"Zum Meer" –

"Wer hat dich geplant, gewollt …"

[LIEDEINSPIELUNG]

"Wer hat dich geplant, gewollt, dich bestellt und abgeholt,

wer hat sein Herz an dich verlorn –

warum bist du geborn" –

es sind solche Fragen, die einem manchmal in den Sinn kommen:

*

vielleicht, wenn man als 13-, 14-, 15jähriger manchmal nicht so recht weiß, wo einem der Kopf steht,

wo die Hormone rumrotieren

und was eigentlich das alles soll mit dem Leben.

Manchmal, in melancholischen Stunden, kommen einem solche Fragen.

*

Manchmal kommen solche Fragen auch später –

vielleicht, wenn man krank wird, ernsthaft krank – und auf einmal spürt, wie zerbrechlich unser Leben ist;

*

oder wenn man keine Lehrstelle findet oder später arbeitslos wird oder in Rente geht – was soll denn nun das alles?

"Wer hat dich geplant, gewollt, dich bestellt und abgeholt,

wer hat sein Herz an dich verlorn –

warum bist du geborn" –

Sie, liebe Tauffamilie Herrmann, könnten Ihrem Michael später einmal von diesem Tag erzählen, wenn er so oder so ähnlich fragen sollte:

Sie könnten ihm erzählen, wie Sie und wir alle ihm ein Begrüßungsfest bereitet haben –

und wie es eben kein Zufall ist, daß es ihn gibt.

Aber es gibt Fragen, die stellt man vielleicht besser nicht;

denn vielleicht provoziert man damit ausweichende Antworten oder verlegene Blicke.

Man fragt seine Eltern normalerweise nicht, ob man ein Versehen war oder geplant.

Es ist ja auch nicht das Entscheidende –

wenn wir nur immer wieder im Leben gespürt haben,

daß es da ein paar Menschen gibt, denen ich wichtig bin;

für die es nicht egal ist, ob ich bin oder nicht,

an deren Leben ich Teil haben darf.

"Wer hat dich geplant, gewollt, dich bestellt und abgeholt,

wer hat sein Herz an dich verlorn –

warum bist du geborn" –

an solchen Menschen lernen wir das Gefühl kennen, mit dem wir Gott begegnen können.

‚Er hat mich geplant, gewollt, bestellt und abgeholt,

Er hat sein Herz an mich verlorn –

darum bin ich geborn‘ –

in der Taufe werden wir in das verwickelt, was da damals mit Jesus passiert ist:

"Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen."

"Du bist meine liebe Tochter, an dir habe ich Wohlgefallen."

Liebe Frau Spohn, lieber Herr Noppel,

liebes Ehepaar Herrmann!

In diesem Gottesdienst werden wir aufs Neue ins Leben verwickelt,

ins Leben Jesu Christi –

Gott lebt mit uns und kommt uns nahe –

und in seiner Taufe bekommt Ihr Michael das heute mit auf seinen Weg:

daß er nicht nur Ihr Sohn ist,

sondern auch Gottes Kind!

Sie werden ihm gute Wegbegleiter sein,

die es ihn spüren lassen,

daß er erwünscht ist und geborgen.

Und er wird erfahren, daß man es Gott gegenüber genauso empfinden darf:

‚Er hat ihn geplant, gewollt, bestellt und abgeholt,

Er hat sein Herz an ihn verlorn –

darum ist er geborn‘ –

Amen.

Tauflied EG 206,1-3 "Liebster Jesu, wir sind hier"

Schriftlesung (Judith und Amelie)

Wir hören aus der Heiligen Schrift, was unser Herr Jesus Christus von der Taufe geboten und verheißen hat.

Er spricht:

"Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.

Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker:

Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

und lehret sie halten alles,

was ich euch befohlen habe.

Und siehe,

ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Jesus Christus ruft auch die Kinder zu sich.

Wir lesen im Evangelium:

"Sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre.

Die Jünger aber fuhren sie an.

Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen:

Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes.

Wahrlich, ich sage euch:

Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind,

der wird nicht hineinkommen.

Und er herzte sie

und legte die Hände auf sie

und segnete sie."

"Also hat Gott die Welt geliebt,

daß er seinen eingeborenen Sohn gab,

damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."

Darum betet, liebe Eltern und Paten,

daß euer Kind zu eigenem Glauben kommen

und sich seiner Taufe freuen möge.

Apostolikum

Bei der Heiligen Taufe bekennen wir uns mit der ganzen Christenheit zum Dreieinigen Gott und sagen ab allem teuflischen Werk und Wesen.

Darum sprechen wir miteinander das Apostolische Glaubensbekenntnis: (Gemeinde erhebt sich)

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde;

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben.

Amen.

Fürbittengebet (Fr. Randecker u. NN)

Ich bitte die Gemeinde mit einzustimmen in den Gebetsruf: Herr, erbarme dich.

Vater, du weißt, was uns gut tut.

Du weißt, wie sehr wir uns nach Geborgenheit und einem festen Halt im Leben sehnen.

Wir bitten dich um das, was wir von Herzen wünschen um

Brot auf dem Tisch und den Trank, der belebt,

um Kleidung und Gesundheit und ein bewohnbares Haus.

Wir bitten dich auch, was wir nicht minder brauchen,

die Zuneigung der Menschen und die Treue der Freunde und

den Großmut derer, die wir verletzt haben.

Alles Leben aber das wir haben, laß gegründet sein in dir.

Von dir kommt alle gute Gabe. Du bleibst der feste Grund unseres Lebens.

Was wir auch haben und was auch geschieht.

Wir beten gemeinsam: Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich für Michael.

Schenke ihm festen Grund im Leben,

laß ihn den Halt erkennen und schätzen lernen, den er in seiner Familie hat.

Schenke ihm allezeit Liebe, auf die er sich verlassen kann.

Segne seine Entscheidungen, auf die er sein Leben Gründen, daß diese klug sind und sein Leben fördern und bereichern.

Gib den Eltern Weisheit, das rechte Maß zu finden zwischen Halt zu bieten und Freiheit zu gewähren.

Wir beten gemeinsam: Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich auch, daß Michael festen Halt in dir findet.

Hilf ihm zu einem eigenen Glauben und zum Vertrauen in dich.

Laß ihn vertrauen lernen, daß du ihm nahe bist, in guten und in schwierigen Zeiten.

Laß ihn glauben lernen, daß du ihn liebst, egal ob er viel leistet oder auch einmal versagt.

Sei ihm Schutz vor und in Gefahren und berge ihn alle Tage in dir.

Schenke ihm aber auch die Erfahrung, daß er wahre Freiheit hat, wenn er Rückendeckung hat von dir.

Wir beten gemeinsam: Herr, erbarme dich.

Tauffragen

Liebe Eltern und Paten,

von der Kirche berufen, frage ich euch vor Gott und dieser christlichen Gemeinde:

Wollt ihr, daß euer Kind auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? So antwortet: Ja, ich will!

Antwort

Seid ihr bereit, das eure dazu beizutragen, daß euer Kind als Glied der Gemeinde Jesu Christi erzogen wird? So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!

Antwort

Gott gebe euch zum Wollen das Vollbringen.

Taufhandlung

So bringt euren Michael herzu, daß er die Heilige Taufe empfange!

Michael Herrmann, ich taufe dich auf den Namen Gottes

des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Segnen des Täuflings

Dein Taufspruch lautet, Michael:

"Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen."

So mache dich Gott zu einem Kind des Friedens!

Er mache dich stark in der Liebe, in der Hoffnung, im Glauben!

So segne dich der Vater, der Sohn und der Heilige Geist!

Segnen der Familie

Und auc euch, die Ihr mit Michael auf dem Weg seid, segne der dreieine Gott:

er schenke euch Geduld und ein waches Herz,

er schütze euch, daß Ihr Michael gute Wegbegleiter sein könnt!

So segne euch der Vater, der Sohn und der Heilige Geist!

Amen.

Taufkerze

Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Gospelchor (2)

Predigt

Liebe Gemeinde,

eine Tasse habe ich unseren Konfis letzten Mittwoch geschenkt:

eine Hochwasser-Tasse;

Ikea hatte sie in großer Stückzahl verkauft und den Umsatz den Hochwasseropfern an der Elbe gespendet.

Wir haben einen kräftigen Schluck einfachen Wassers aus unserer Tasse genommen –

lang schon hatten die meisten von uns kein Wasser mehr getrunken –

Sprudel und Cola stehen öfter auf unseren Tischen.

Wasser ist Leben –

aber Wasser bringt auch ums Leben –

wann hätten wir das eindrücklicher gespürt als in diesem Sommer.

Wir alle – und unser Michael ist am nächsten dran –

wir alle sind aber auch im Wasser aufgewachsen;

wir alle kennen es sicherlich aber auch, wie es ist, wenn man Angst hat, zu ertrinken –

wenn man im Schwimmbad zu lange getunkt wurde,

wenn man sich beim Wett-Tauchen verschätzt hat.

Wasser, besonders auch Wassertropfen haben aber auch noch eine andere Eigenschaft.

Es wirkt wie eine Lupe,

manchmal wie ein Brennglas,

es bricht das Licht und spaltet es manchmal auf:

und wir freuen uns in solchen Momenten am bunten Regenbogen!

Das Wasser – wir haben’s hier mit unseren Wassertropfen über dem Taufstein angedeutet –

das Wasser verändert unseren Blick.

Das Taufwasser macht uns sehen mit den Augen Gottes!

Das Taufwasser ist seine Brille, durch die er uns anschaut,

und durch die wir einander und uns selbst anschauen sollen.

Wir sind ganz andere Blickwinkel gewöhnt.

*

In der Schule werdet Ihr nach Wohlverhalten und den Mathe- und Deutschnoten beurteilt.

*

Der Gospelchor muß sich immer wieder den Presse-Kritikern stellen und da wird dann alles genau registriert und mehr oder minder klug die Konzerte besprochen.

*

Am Arbeitsplatz dürfen nicht zu viele Fehler und Vergeßlichkeiten passieren – sonst passiert was.

*

Und unsere Politikerinnen und Politiker geraten unter Druck, wenn sie uns nicht den Honig ums Maul schmieren und Steuersenkungen versprechen.

*

Und dann geraten wir womöglich mehr und mehr auf eine abschüssige Bahn, auf der wir die anderen nur noch beurteilen, ob sie uns nützen, Spaß machen, "irgendwie gut" tun und unterhaltsam sind.

Wir sind merkwürdige Blickwinkel gewöhnt – und wenn wir nicht aufpassen, nehmen sie uns gefangen und bekommen wir den Tunnelblick.

Gott sieht anders.

Er hat mit einem kleinen Mann Karriere und Geschichte gemacht.

"Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen." –

das sagt er zu einem Handwerkersohn aus dem Galiläischen,

der zwar in die Schule gegangen ist, aber sicherlich nicht Theologie studiert hat,

der vielleicht grade mal so ins Schwabenalter gekommen war –

der also wirkliche Vorzüge nicht aufzuweisen hatte –

irgendwie war er einer wie du und ich.

Wo die Liebe Gottes hinfällt, da erwählt er sich einen Menschen zu seinem Sohn,

zu seiner Tochter,

da sieht einer den Himmel offen stehen

und hört Gott reden.

Diesen Blickwinkel Gottes braucht unsere Welt mehr als Arbeit, Applaus und pralle Geldbeutel.

Tauferinnerung / Orgelmusik

Vater im Himmel,

ich bin ganz Ohr!

Ich kenne meine Stärken – und weiß um meine schwachen Seiten.

Manches mache ich verkehrt im Leben –

das macht was und ist nicht gut –

aber es passiert.

Und manchmal habe ich einen ganz schlechten Tag, an dem ich mich selbst nicht leiden mag

und alle zum Kotzen finde!

Manchmal kommt dann eine Freundin oder ein Freund, die mich da raus holen –

das tut gut.

Und gut tut es, wenn ich dich, Gott, manchmal spüre.

Und wenn ich mich durch deine Brille anschaue.

Wenn ich daran denke, daß ich getauft bin,

daß du mich zu deinem Sohn, zu deiner Tochter, zu deinem Kind gemacht hast!

Dann spüre ich, daß ich dir etwas wert bin – und das tut gut.

Amen.

Laßt uns daran denken, daß wir getauft sind – oder: daß wir auf die Taufe zugehen –

wir wollen das Wasser spüren, mit dem wir Michael gerade getauft haben;

wir können uns selbst oder einander ein Kreuz auf die Stirn oder die Hand zeichnen mit diesem Wasser.

Lied EG 656,1-3 "Wir haben Gottes Spuren festgestellt"

Fürbittengebet (Bundestagswahl)

Wir danken dir, Gott, daß du uns zu deinen Söhnen und Töchtern gemacht hast,

daß wir in Freiheit vor dir stehen dürfen und unser Leben gestalten,

daß wir in Verantwortung vor dir leben können

und du uns deinen guten Geist schenkst!

Wir bitten dich, Gott, daß du unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihrem Konfis-Jahr weiter begleitest und daß wir auch als Gruppe zusammenfinden,

aufeinander hören und voneinander ein Stück Glauben und Leben lernen.

Wir kommen zu dir Gott, mit unseren Anliegen:

an diesem Tag besonders auch mit unseren Bitten für alle, die sich zur Wahl stellen und die Geschicke in unserem Lande mitbestimmen.

Gib allen, die heute gewählt werden, die nötige Demut, die sie für ihr Amt brauchen;

gib Mut zu unpopulären Entscheidungen, wo sie nötig sind,

und das nötige Geschick und Glück, das dazu gehört;

laß sie im Bewußtsein regieren, daß wir Menschen dir, Gott, verantwortlich sind;

gib uns allen offene Augen für die Situationen, wo wir uns einmischen sollen,

wo wir nicht nur auf "die da oben" schimpfen, sondern selbst Hand anlegen sollen.

Sei bei uns und unserem Volk –

sei bei unserem Volk, daß es in Gerechtigkeit lebt in der Einen Welt!

Gemeinsam beten wir zu dir:

Vaterunser

Vater unser im Himmel!

Geheiligt werde Dein Name!

Dein Reich komme!

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden!

Unser täglich Brot gib uns heute!

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern!

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen!

Denn Dein ist das Reich

und die Kraft

und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

Schlußlied EG 515,6-9 "Laudato Si"

Abkündigungen

Friedensbitte EG 433 "Hevenu shalom alejchem"

Segen/Amen

Der Herr segne Dich und behüte Dich!

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Dir

und sei Dir gnädig!

Der Herr erhebe sein Angesicht über Dich

und gebe Dir Frieden!

gesungenes Amen

Nachspiel